Toskanatour 1994



Toskanatour 1994



Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen wenn achte eine Reise machen, dann wird das problematisch .......


 


Die Darsteller
: Flako - il Capitano, Pedro - der Genießer, Günther - die kolumbianische Bergziege, Franz, Gerhard, Günter (K.), Michael der Streckenkoordinator und Pertl - Chefkoch und Chauffeur

Am Anfang war die Abreise:
11.05.1994, Mittwoch; Abfahrt um 17.45 Uhr. 

Die erste Strecke legten wir mit einem umgebauten Bus über Kalsdorf - Klagenfurt - Tarvis bis Bologna zurück - Ankunft am 12.05.1994, um 00.55 Uhr, 6,38 km vor Bologna wird übernachtet. In der Früh fuhren wir über Florenz bis nach Empoli, wo wir um 08.45 Uhr ankammen. Nach dem Frühstück auf einem Parkplatz und der Streckenfestlegung wurden die Räder ausgepackt. Die Abfahrt mit dem Rad erfolgte neutralisiert um 10.10 Uhr.
12.05.1994, Donnerstag, Wetter: bewölkt 

1. Halbetappe: Empoli - Marina di Pisa; Tageskm: 71,38; Schnitt: 30,52 km/h 

Empoli - Fucecchio (km 13) - gemeinsame Fahrt mit 8 Ciclisti eines italienischen Teams - weiter nach Croce, wo wir uns kurz verfranzten und nach dem richtigen Weg fragen mussten. 

Es wurde eine ältere Frau gefragt: Scusi Signora. "Questa strada di Calcinaia?"; sie überlegt, deutet in eine Richtung. Eine zweite Frau bleibt stehen - zeigt in die andere Richtung; kurzer Streit auf italienisch zwischen den beiden; dritte Frau mischt sich ein - sie zeigt in eine dritte Richtung 

Resümee: Frage nie eine Frau nach dem Weg.  

Nun kennen wir uns gar nicht mehr aus und fahren einfach weiter - hinter uns - drei streitende Signoras. Wir kommen schließlich nach San Giovanni - Fronacette - Macerata - Arnaccio - Stagno - Calambrone - Tirrenia - wir sind da - Marina di Pisa liegt vor uns - der Campingplatz hat geöffnet, aber erst ab 1.6.; ein paar Meter weiter treffen wir unser "MOBOTEL" mit Pertl direkt am Meer. Es folgt eine kurze Bierpause und danach 

12.05.1994, Donnerstag, Abfahrt: 14.10 Uhr; Wetter: bewölkt bis Nieselregen; 



2. Halbetappe
: Marina di Pisa - Pisa - Marina di Pisa; Tageskm: 33,91, Schnitt: 22,31 - 39,92 km/h (differiert stark durch die Cappucinopausen und dem Schiefen Turm) 

Marina di Pisa - Pisa. Schiefen Turm vor dem Umfallen aufgehalten.

  Pisa 
 




Fototermin -    suchen ein Café - finden nach einer Runde ums "Centro" eine Bar und






genehmigen uns 6 Cappucinos - und schon geht die Post ab in Richtung Marina di Pisa. 

Pertl kocht schon fleißig. 

Eine Runde im Meer durch Michael, | | -- so kalt, aber schön. Gedränge vor der Dusche - es kommen aber alle dran.



13.05.1994, Freitag
, Wetter: leicht bewölkt; 3. Etappe:

Nach dem Essen fahren wir in Richtung Populonia, wo es einen wilden Campingplatz gibt. Wir sind begeistert. Am nächsten Tag wechseln wir zum wilden Campingplatz.
14.05.1994, Samstag, Wetter: sonnig bis leicht bewölkt; 

4. Etappe
:Populonia - Piombino, mit der Fähre zur Insel Elba und retour; Tageskm: 115,61; Schnitt: 21,74 km/h; Höhenmeter: ca. 2.000 

Abfahrt: 07.45 Uhr vom Camping San Vincenzo nach Piombino (km 14,28) - von dort weiter mit der Fähre NARVAMA zu Insel Elba, wo die Einschiffung im Hafen Portoferraio erfolgte (Fahrtzeit: 1,15 Std.). 

Von dort bis zur Abzweigung nach Biodola (wunderschöne Bucht) - weiter auf den Berg nach Pecorino (Seehöhe 144 m) - talwärts nach Procchio. Es geht weiter nach Maciana Marina und von dort die Serpentinen hinauf zum 302 m hohen Ort Poggio. Talwärts und abermals hinauf zum 375 m hohen Madonna del Monte Marciana. Es waren wunderbare Anstiege und Gigantenduelle zwischen Franz und Michael; von den anderen Duellen kann nicht ausführlich gesprochen werden, da der Schreiber dieser Zeilen mit den Giganten beschäftigt war. Von Monte Marciana geht es etwas bergab und an der Küste entlang nach Zanca.  Hinunter nach Patresi il Martaio und gleich wieder hinauf nach Colle d. Orano - weiter an der Küste auf und ab bis nach Chiessi (km 53,38), wo wir in einer Spaghetteria eine Pause einlegen.

Danach geht es weiter in Richtung Bonalaccia - da die Richtungstafeln fehlen, verfranzen wir uns wieder einmal. Kurz vor Procchio bemerken wir den Irrtum - wieder retour nach Bonalaccia und danach geht es - weil es so schön ist - wieder einmal in die Berge. Die 303 Höhenmeter hinauf. Es entspinnt sich erneut ein Gigantenduell zwischen Franz und Michael auf den schönen Serpentinen. Günther, Günter, Flako und Gerhard sind schon oben und sehen diesmal, wie sich Michael bei Franz revanchiert und ihm am Gipfel ein Marterl setzt; 1:1 unentschieden. Danach geht es hinunter nach Lacona und wieder hinauf nach M. Mancione (144 Höhenmeter) - San Giovanni und zurück nach Portoferraio. 

Mit der Fähre zurück nach Piombino und mit dem Rad zum erholsamen, wilden Campingplatz. Ab ins Meer - herrlich, aber kalt.

15.05.1994, Sonntag
, Wetter: sonnig; 

5. Etappe: Populonia - Albinia; Tageskm: 112,71; Schnitt: 28,10 km/h 

Populonia - Venturina - Riotorto - Follonica (km 29,28) - Puntone di Scarlino - hinauf nach Pian d´ Alma - anschließend durch einen Tunnel (ca. 100m) und talwärts durch eine malerische Landschaft und zwischen Pinienwäldern: wirklich schön. 

Durch Castiglione della Pescaia (km 52,21) - Pineta del Tombolo bis nach Marina di Grosseto, wo wir eine kurze Bierpause (km 63,52) einlegen. Anschließend nach Grosseto, weiter nach Rispescia, wo wir uns trennen, Günter, Gerhard, Flako und Michael fahren bei starken Gegenwind die 6 km längere Strecke auf einer Gemeindestraße über Alberese nach Albinia. Der Rest fährt über die S1 bis nach Albinia, wo wir fast gleichzeitig am Campingplatz Hawai eintreffen. 

Pertl ist schon da und hat seinen Bus aufgestellt. Einige geben sich das Meer - wärmer als gestern in Populonia. Ausgerastet wird am Meer in der Sonne oder unter den Pinien beim Bus.

16.05.1994, Montag
, Wetter: sonnig; 

6. Etappe
: Albinia - Montalto di Castro - Manciano - Albinia; Tageskm: 138,07; Schnitt: 28,71 km/h 

Unter der Führung von "il Capitano Flako" fahren wir entlang der S1 nach Orbetello - Scalo - Nunziatella - Via Aurelia bis kurz vor Montalto di Castro am Fiora. '

Dort beginnt die erste richtige Toscanaetappe. Immer auf und ab, leicht hügelig. Eine Superstraße fürs Radfahren, kaum Autos. Ca. 9 km vor Maciano beginnt es zu steigen - hinauf auf die in einer Höhe von 444 m gebauten Stadt "Maciano" - wir erreichen sie bei km 78,82. Von dort gehts talwärts durch das schöne Panorama der Städte Fornace - La Sgrilla - Sgrillozzo - C. Mariannaccia - Marsiliana - La Polverosa bis nach Albinia.

17.05.1994, Dienstag
, Wetter: sonnig; 

7. Etappe
: Albinia - Siena; Tageskm: 140,49; Schnitt: 29,09 km/h 

Abfahrt um 07.40 Uhr von Albinia - die S 1 entlang von Fonteblanda - Collecchio - San Maria d. Rispecia - Grosseto - Braccagni (km 48,92), wo wir auf die Landstraße 73 abbiegen. Weiter geht es durch La Versegge - La Pescaia und hinauf in die 250 m hohe Stadt Cont. il Giovanello - kurz etwas bergab und dann wieder in die Höhe (bei drückender Hitze) nach Roccastrada (479 Höhenmeter) und wieder so eine Steigung, bei der sich Franz und Michael plagen müssen, danach gehts wieder talwärts nach C. Melosa - C. Vadopiano und wieder hinauf nach Torniella (441 Höhenmeter). Es geht schon wieder hinunter und abermals hinauf, diesmal nach Monticiano (388 Höhenmeter), wo eine Mittagspause eingeplant war, wie gesagt war, denn es war nicht möglich eine offene Spaghetteria oder Tattoria an der Hauptstraße zu finden. 

Die in den Nebenstraßen befindlichen Lokale waren etwas zu weit entfernt - ca. 500 Meter und so. Es geht unaufhaltsam weiter - ein Superteam, wir brauchen nicht einmal eine Pause und das nach 102,28 km und einem Schnitt von 29,39 km/h. Wir fahren hinunter nach Il Molinaccio - Frosini (346 Hm) - Le Cetine (314 Hm) - Montebello - Rosia - Maligano bis nach Costalpino, wo wir endlich eine offene Spaghetteria finden und das nach 122,39 km. 

Es gibt einmal etwas neues zu essen: "Spaghetti Rabiata" (sehr scharf - bis sehr, sehr scharf). Nun geht es gleich weiter - über San Maria nach Siena, wo wir um 13.45 Uhr eintreffen. Alle sind erschöpft, aber froh, dass wir beim Bus sind. Endlich rasten und Pause machen. 

Nach dem Essen geht es zu Fuß hinauf in die Stadt. Wir besuchen die Santa Maria dei Servi, den Piazza del Campo, wo die Pferderennen durchgeführt werden und schließlich noch den Dom von Siena (Santa Maria). Hinunter zum Bus und ab in die Nachtruhe.

18.05.1994, Mittwoch
, Wetter: es regnet in Strömen; 

8. Etappe
: Siena - Lago Castelione (Trasimener See) entfällt; Tageskm: 00,00 

Die Abfahrt war für 08.00 Uhr geplant, welche im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser fällt. Strömender Regen - wir frühstücken gemütlich. 

Das Wetter bessert sich und als es zu Regnen aufhört, beschließen wir, die neue Startzeit für 11.00 Uhr. 

Es beginnt wieder zu regnen; wir fahren mit dem Bus um 12.00 Uhr zum Lago Trasimeno ab. Es regnet fast ununterbrochen. Halbstündige Rast am See - keine Wetterbesserung in Sicht. Wir fahren mit dem Bus weiter bis nach Cesenatico, wo wir am Camping Delle Rose um 18.00 Uhr ankommen. 

Es erfolgt eine kurze Ausfahrt ins Landesinnere von 36,18 Tageskm. Bei der Heimfahrt erfolgt die reinste Tempobolzerei zwischen 40 und 43 km/h; aber noch schön.

19.05.1994, Donnerstag
, Wetter: leicht bewölkt bis sonnig; 

9. Etappe
: Gaetto a Mare - San Marino - Rimini - Gaetto a Mare;
Tageskm: 112,76; Schnitt: uninteressant. 

Abfahrt um 08.40 Uhr von Gaetto a M. (5 Hm) über San Mauro a Mare - Capanni - San Mauro Pascoli nach Savignano sul Rubicone (32 Hm) - hinauf nach Montalbano (322 Hm) - hinunter nach Tribola - hinauf nach Borghi (302 Hm) - weiter nach Sogliano als Rubicone in einer Höhe von 380 m, über den Ponte dell Uso (72 Hm) - und wieder hinauf, diesmal auf einer schönen Bergstraße, bis in das

Alessio

405 m hohe Alessio. Von dort hinunter nach Uffogliano - Villa Nuova - Torello und dann beginnend die Kehren hinauf auf die 521 Höhenmeter von San Marino. Von Beginn weg wird das Tempo von unserer kolumbianischen Bergziege (Günther) diktiert und er gibt die Führung bis zum Gipfel nicht mehr her. 

Es wird so weit gefahren, bis es keine Möglichkeit mehr gibt und uns die Stiegen vor höherem bewahren. Bis dahin waren es 61,76 km. Von dort zurück über Domagnano - Serravalle - Falciano nach Rimini - weiter auf der Meerpromenade von Viserba - Viserbella - Tore Pedrera - Bellaria nach Gaetto a Mare, wo es wieder 3 Sekunden Zeitgutschrift für den Sprintsieger gab.

20.05.1994, Freitag
, Wetter: um 06.30 sonnig, um 07.00 Uhr bewölkt, um 07.15 Regen. 

10. Etappe
: 00,00 Km entfällt wegen Regen. 

Wir müssen leider mit dem Bus nach Hause fahren, wo wir um 19.21 Uhr eintreffen und sofort gesichtet werden. 

Es war sicher im Sinne aller Teilnehmer eine schöne Reise, obwohl die "1000 km" nicht erreicht werden konnten. Aufgrund der beiden Regentage langte es nur zu 898,56 Radkilometern. 

Michael